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Kundenpflege im Web 2.0
Banken setzen auf Facebook und automatisierte Kundendialoge statt Beratung am Schalter
Laut des aktuellen „Branchenkompass 2009
Kreditinstitute“ von Steria Mummert wollen deutsche Banken ihre
Vertriebsbudgets in 2009 um durchschnittlich 10 Prozent kürzen.
Zugleich sollen die Budgets für das Kundenbeziehungsmanagement um 20
Prozent steigen - Automatisierungs- und Standardisierungsstrategien
stehen im Vordergrund der Budgetallokationen. Ein anderer Schwerpunkt liegt
auf dem Web 2.0: Etwa zwei Drittel der Institute wollen ihren Kunden in die
Social Media folgen und dort mit eigenen „Facebook-Filialen“
Präsenz zeigen, aber auch ihre Services anbieten.
Düsseldorf, den 11.12.2009, von Sebastian Paulke –
Deutsche Bankdienstleister wollen nach einer aktuellen Studie von
Steria Mummert ihren Kundendienst weiter
verbessern durch höhere Automatisierung und komfortablere Prozesse,
aktives Engagement auch in den neuen Social Medien und systematische
Standardisierung von Vertriebsprozessen.
Experten wie Florian Haarhaus, Deutschlandchef von Alterian, einem international tätigen Anbieter
von Marketing Software, attestieren den Banken daher die aktuelle
Innovationsführerschaft in Sachen Kundenpflege und Self Service: Ob
Web 2.0-Aktivitäten, Prozessstandardisierung oder
Service-Automatisierung, so Haarhaus, am Ende profitiere der Kunde von
besserem und breiter verfügbarem Service, billigeren Produkten
und passgenauerer Betreuung aufgrund besserem Verständnis seiner
Kundenwünsche seitens der Bank.
„Wie so oft in der Vergangenheit sind die Banken auch heute wieder
mit die ersten, die die neuen Technologien, Medien und Kanäle gezielt
einsetzen, um ihre Marketing Performance auch in die immer wichtigeren
Social Media und das Web 2.0 zu verlängern,“ urteilt Haarhaus:
„Wenn die Kreditinstitute nun auch auf Facebook, YouTube, Twitter
& Co. in den Dialog mit ihren Kunden eintreten, profitiert der
Verbraucher neben der ‚Convenience’, auch beim
‚facebooken’ mal eben eine Überweisung tätigen zu
können, vor allem von Leistungsverbesserungen, die die Institute dank
der Analyse ihrer Web 2.0-Interaktionen mit den Nutzern und den
resultierenden Erkenntnissen über die Kundenwünsche realisieren
können.“
Möglich werde dies vor allen durch den enormen technologischen
Fortschritt bei der Integration von Kundendaten, Unternehmensprozessen und
neuen Medien und Kanäle, erläutert Haarhaus: „Moderne
Database Marketing Software gibt Unternehmen, und das gilt für alle
anderen Unternehmen mit großen und sehr großen
Kundenbeständen ganz genauso, eine Fülle von Möglichkeiten,
Werkzeugen, und Einsichten: Von dem 360-Grad-Blick auf die
Kundeninteraktionshistorie jedes einzelnen Kunden über die dynamische
Auslieferung aller Inhalte in allen Kanälen bis hin zur Erfassung,
Analyse und Evaluation der Interaktionen bieten solche Plattformen
Unternehmen jede Menge Ansätze, ihre Services gezielt zu verbessern,
die Dialogqualität und –quantität mit ihren Kunden
systematisch zu verbessern.“ Dabei löse die Software auch das
von vielen in der Studie befragten Unternehmen genannte Problem von
IT-Einzellösungen, die nicht mit anderen Datenbanken kompatibel
sind. „Das sonst oft so schwierige Aufbrechen von Silos und die
Konsolidierung der Kundendaten in einer einfach zu bedienenden Anwendung
lässt sich mittels einer Integrierten Marketing Plattform zu
vergleichsweise niedrigen Kosten und mit vertretbarem Aufwand
realisieren“ meint Haarhaus.
Dass die neuen Facebook-Filialen jedoch dazu führen, dass analog der
Einführung des Bankomats und des Telefonbankings nun das große
Filialensterben beginne, glaubt Haarhaus nicht: „Die Banken werden
den persönlichen Kontakt zum Kunden zunächst nicht aufgeben, weil
ja nach wie vor die Mehrheit der Kunden gar nicht im Social Web aktiv ist:
25 Millionen Social Web-Aktivisten in Deutschland stehen eben auch 55
Millionen Verbraucher entgegen, die diesen Kanal noch gar nicht für
sich entdeckt haben.“ Dennoch sei es richtig, wenn die Banken ihre
Prioritäten schon heute auf das Social Web ausrichteten, so Haarhaus:
„Neben engeren, besseren Bindungen zu ihren bereits im Web 2.0
aktiven Kunden gewinnen die Vorreiter jetzt natürlich tiefe Einblicke
in die Prozesse, Technologien und Applikationen von morgen: Spätestens
mit der Realisierung des Ubiquitous Web, des allgegenwärtigen, mobilen
und breitbandigen Webs in einigen Jahren, werden sich die weitaus meisten
Interaktionen zwischen Banken und Kunden virtuell abspielen. Wer heute
schon lernt, wie die sozialen Communities funktionieren, wird morgen umso
mehr Erfolg bei seinen Kunden haben.“
Quellen (Steria Mummert Consulting):
Banken eröffnen Facebook-Filialen
Banken senken Vertriebsinvestitionen – mehr
Standardisierung geplant
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