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Kundenbindung in der Krise
Studie: Kundenbindung wichtiger Erfolgsfaktor in der Krise
Mehr als die Hälfte der 300 Unternehmen, die im Rahmen einer aktuellen Studie befragt wurden, beschäftigt sich höchstens punktuell mit ihren inaktiven Bestandskunden – über ein Drittel vergessen ihre Altkunden komplett oder löschen gar die Kundendaten. Die 12 Prozent der deutschen Unternehmen, die systematisches Kundenrückgewinnungsmanagement betreiben, so die Studie, profitieren jedoch gerade in der Krise von niedrigeren Kosten im Vergleich zur schwierigen Neukundenakquise und müssen sich vor allem keinem Preiswettbewerb stellen, weil ihre loyalen Kunden aus anderen als Kostengründen bei ihnen kaufen. Neben „ignoranten“ Managern machen Experten vor allem mangelnde Integration von Marketing-Tools und –IT für die schwache Kundenpflegeperformance der Unternehmen verantwortlich.
Düsseldorf, den 19.11.2009, von Sebastian Paulke - In
der Krise ist erfolgreiches Kundenbeziehungsmanagement eine besonders
wirksame Erfolgsstrategie und ein echter Wettbewerbsvorteil zugleich
– zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Sonderstudie aus dem
Excellence Barometer (ExBa) 2009 der forum!
Marktforschung GmbH, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) Anfang dieses Monats
publiziert wurde. Dennoch, so zeigen aktuelle Studien, setzen gerade mal
ein gutes Zehntel der Unternehmen hierzulande darauf,
Umsatzeinbrüche und Kaufzurückhaltung durch gezielte
Bestandskundenpflege, analytische Kundenwertsegmentierung und
integriertes Dialogmarketing zu kompensieren – obwohl die Zahlen
belegen, dass Unternehmen, die dies tun, insgesamt eine bessere Bottom
Line schaffen als die Kundenpflegemuffel der deutschen Wirtschaft.
Die Studienherausgeber erläutern: „ Für ein differenziert
funktionierendes Maßnahmenpaket in diesem Bereich ist die
Klassifizierung der Kunden bzw. der einzelnen Kundengruppen Grundlage
für eine Ressourcen schonende, abgestufte Vorgehensweise in Marketing,
Kommunikation, Vertrieb und Kundenbetreuung. Eine solche Klassifizierung
findet den Erhebungen zufolge bei etwa der Hälfte der Unternehmen
bereits statt. Ein systematisches Customer Relationship Management (CRM)
als Basis für eine individuelle, bedarfsgerechte Kundenbetreuung ist
dagegen bei weitem noch nicht die unternehmerische Regel.“
Florian Haarhaus, Deutschlandchef von Alterian, Anbieter einer Integrierten
Dialogmarketingplattfom, erklärt den Wirkmechanismus erfolgreicher
Bestandskundenpflege: „Erfolgreiche Unternehmen gestalten selber
die Wechselwirkungen zwischen Kunden, Mitarbeitern, Führung und
Marketing/Kommunikation nach strategischen Kriterien auf Basis einer
ganzheitlichen Betrachtung aller Kundenbeziehungen und -interaktionen.
Um jedoch erfolgreich auf die Bedürfnisse der Kunden
einzugehen, sollte das Customer Relationship Management für alle
Kundenbindungs- und Entwicklungsprogramme auf Basis einer detaillierten
Kundensegmentierung erfolgen, in die laufend alle Informationen aus den
Kundenkontakten und –reaktionen eingespeist werden.“
Dazu sei entsprechende IT-Unterstützung erforderlich: „Aufgrund
der hohen Anspruchshaltung und Kanalflexibilität des
‚mündigen’ Kunden im Social Web-Zeitalter muss eine
Interaktion über die verschiedenen Kanäle wie Call Center,
Webseiten, eMails etc. hinweg möglich sein, in der Intensität und
mit den Inhalten, wie vom Kunden gewünscht und wie es seinem
Kundenwertsegment entspricht. Moderne integrierte Marketingplattformen, bei
denen alle Kanäle in einer Plattform nachverfolgbar sind, erlauben es,
die einzelnen Interaktionen von der eMail über Landing Pages bis hin
zur Ansprache im Call Center oder auch bei Twitter zu minimalen Kosten zu
führen – und das in beliebig ‚individualisierter’
Form, theoretisch bis hinunter zum einzelnen Kunden. Das macht besonderen
Sinn, wenn die Analyse der Kundeninteraktionen auf der Marketingplattform
eine möglichst feine Kundensegmentierung ermöglicht, weil dann
gezielt der Aufwand in ein ideales Verhältnis zum Ergebnis gebracht
werden kann“, so Haarhaus.
Zum selben Fazit kommt auch die ExBA-Studie: „Arbeiten Unternehmen
nach diesen Vorgaben,“ heißt es dort, „werden sie aller
Voraussicht nach auch die aktuelle Krise sehr viel besser, strukturierter
und kosteneffizienter meistern – weil emotionale Kundenbindungen
vorhanden sind, die das Portfolio der ‚Fan-Kunden’
zusammenhalten.“
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